T-HomeKabel DeutschlandO2 DSLCongstarAliceVodafone1&1Versatel

VDSL / DSL Allgemein

VDSL / DSL - Die Grundlagen zur High-Speed-Technik und was Sie schon immer über die Technik von VDSL / DSL wissen wollten.

Etwa 1990 startete das Internet seinen weltweiten Siegeszug. Mit der zunehmenden Verbreitung von Internet-Zugängen und der wachsenden Zahl von Nutzern suchte man nach Wegen, die Geschwindigkeit der Datenübertragung auch für Privathaushalte zu steigern. Fast parallel zu dieser Entwicklung führte die Deutsche Bundespost in Deutschland eine neue Übertragungstechnik ein: Integrated Services Digital Network – kurz ISDN. Diese digitale Technik erlaubte schnellere und vor allem stabilere Datenübertragungen und erhöhte die Sprachqualität der Telefonate.

Zehn Jahre später etablierte sich ein neuer technischer Standard für die Datenübertragung: Digital Subscriber Line oder DSL. Dieser Begriff steht als Oberbegriff für die breitbandige Datenübertragung, die schnelles Laden von Internet-Seiten vor allem mit Multimedia-Inhalten wie Videos ermöglicht.

Tempo, Tempo, Tempo

Mit der auf Kupferkabeln basierenden Technologie, profitierten die Nutzer im Vergleich zur ISDN-Technologie von einer gewaltigen Temposteigerung. Da die Übertragung asynchron erfolgt, gelten dabei für die maximale Geschwindigkeit vom Nutzer zum Internet andere Werte als in der Gegenrichtung. Weil Internet-Anwender häufiger Daten aus dem World Wide Web laden, als sie digitale Informationen verschicken, ist das Download-Tempo erheblich höher als die Geschwindigkeit beim Datenversand. Anfangs lagen die Werte beim DSL-Anschluss bei 768 Kbit pro Sekunde für den Download und 128 Kbit pro Sekunde für den Upload der Daten. Zum Vergleich: Mit einem ISDN-Anschluss waren bei der Nutzung der vollen Bandbreite 128 Kbit pro Sekunde das Maximum für die Datenübertragung.

Sprache neben Daten

Ein weiterer Vorteil von DSL gegenüber ISDN: Man kann gleichzeitig Daten übertragen und Telefongespräche über die gleiche Leitung führen. Die Grundlage dafür ist die Verlagerung des Datentransfers in ein höheres Frequenzband der Kupferleitung, die Sprachübertragungen erfolgen in einem niedrigeren Frequenzbereich. Wer einen analogen Telefonanschluss hat, kann also im Internet Surfen und parallel zugleich ein Telefongespräch führen. Beim ISDN-Anschluss stehen neben dem Datenverkehr zwei Telefonleitungen bereit.

Da die DSL-Technik recht kompliziert ist, benötigt man für den kombinierten Telefon- und Internet-Anschluss spezielle Hardware. Diese wird von den Providern bei einem Neuanschluss kostenlos gestellt und ist schnell installiert. Einen Leitfaden dazu finden Sie unter „DSL Installieren“.

Das Prinzip der DSL Datenübertragung

Die für die private Nutzung am häufigsten eingesetzte Technik bezeichnet man als ADSL. Das „A“ steht für asynchron und heißt, dass die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten zweigeteilt ist: Die Informationen in Richtung PC fließen erheblich schneller als in der Richtung zum Internet. Das ist sinnvoll, da häufiger und mehr Daten aus dem Internet abgerufen werden, als Informationen hochgeladen werden.

Derzeit ist das schnellste klassische DSL das so genannte DSL 16.000. Die Werte geben einen Richtwert dafür, wie viele Kilobit maximal pro Sekunde aus dem Internet zum Computer übertragen werden können. Bei DSL 2.000 erfolgen Downloads maximal mit 2.000 kbps, in der Gegenrichtung sind Übertragungen mit bis zu 384 kbps möglich. Bei DSL 6.000 liegen die Werte bei 6144 kbps (Downstream)und bis 640 kbps (Upstream).
Noch schneller wird es bei DSL 16.000: Hier sind bis 18.143 bzw. 925 kbps (Upstream) möglich. Dieses Tempo legt allerdings einen neuartigen Standard (DSL+) zugrunde, den das verwendete Modem auch beherrschen muss.

SDSL für Firmenkunden

Im Gegensatz zu ADSL erfolgt die Datenübertragung beim symmetrischen SDSL in beide Richtungen mit gleichem Maximaltempo. SDSL ist teuer und nur für Unternehmen interessant, da es beispielsweise die Grundlage für große Datenübertragungen zwischen Zentrale und Filialen in beiden Richtungen oder Telefonkonferenzen notwendig ist.