T-HomeKabel DeutschlandO2 DSLCongstarAliceVodafone1&1Versatel
Home  /   News


DSLTuesday, 30.07.2013, 12:39

Was verrät eigentlich die IP-Adresse?


Die NSA-Spähaffäre rund um Prism geistert derzeit durch alle Medien und immer wieder taucht in dem Zusammenhang der Begriff IP-Adresse auf. Was verbirgt sich eigentlich dahinter und inwieweit lässt sich damit eine bestimmte Person identifizieren?

Jedes Gerät, das mit dem Internet kommuniziert, benötigt ein eindeutiges Identifikationsmerkmal – die sogenannte IP-Adresse. Die 32- oder 128-stellige Binärzahl gleicht einer Postanschrift oder Telefonnummer, ohne die im weltweiten Datenverkehr nichts geht. Rufen Sie eine Website auf, wird die IP-Adresse Ihres Computers ebenso übertragen wie bei einem Anruf mit einem Internet-Telefon. Wenn Sie Ihre IP-Adresse anzeigen lassen, sehen Sie die Ziffernfolge, mit der Sie aktuell im Internet surfen und die nach außen angezeigt wird. Diese Adresse wird von Ihrem Internet-Provider automatisch vergeben und ändert sich im Normalfall bei jeder Surf-Session.

 

Standort und Surfverhalten

Die IP-Adresse gibt Auskunft über Ihren Provider, Ihren ungefähren Standort und Ihr Surfverhalten. So erhalten die Betreiber einer Website Informationen darüber, wann Sie die Seite aufgerufen haben, mit welchem Browser und Betriebssystem Sie dies getan haben, welche Seiten Sie zuvor angesurft haben und wo Sie sich aufhalten. Ihr Provider kann theoretisch Ihre gesamte Internetsitzung nachvollziehen, inklusive Ihrer Suchanfragen und Daten-Downloads. Allerdings müssen diese Daten nach jeder Session von Gesetzes wegen gelöscht werden. Die vergebenen IP-Adressen dürfen maximal sieben Tage gespeichert werden.

 

Einschränkungen durch die IP-Adresse

Durch die Übertragung der IP-Adresse werden nicht nur Informationen weitergegeben, die Sie vielleicht gar nicht preisgeben möchten, sondern es sind auch Einschränkungen beim Surfen möglich. Am verbreitetsten sind länderspezifische Restriktionen. Möchten Sie beispielsweise Ihre Lieblings-TV-Serie direkt auf dem Portal eines amerikanischen Senders ansehen, funktioniert das oft nicht mit dem Hinweis, dass die Sendung in Ihrem Land nicht verfügbar ist. Auch bei youtube erscheint manchmal statt eines Musikvideos nur die Information, dass aufgrund fehlender Musikrechte ein Abspielen in Deutschland nicht möglich ist.

 

Anonymisierer als Abhilfe

Möchten Sie lieber anonym im Internet unterwegs sein, können Sie Ihre Datenspuren mithilfe bestimmter Programme, Einstellungen und Dienste verschleiern. Wie Sie Ihren Browser entsprechend optimieren und erweitern, wird auf zahlreichen Internetseiten ausführlich beschrieben. Sie können auch einen Anonymisierungs-Dienst wie Tor nutzen, müssen dann aber mit einer langsameren Surfgeschwindigkeit leben. Ländereinschränkungen lassen sich dagegen oft mit einfachen Browser-Plug-ins umgehen. Das ist übrigens nach derzeitigem Stand der Rechtsprechung legal. ()

Kommentare

Zurzeit keine Kommentare vorhanden.

Kommentar schreiben

smile zwinker Big Grins Confused Cool Cry Eek Evil Frown Mad Mr. Green Neutral Razz Redface Rolleyes Sad Surprised