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1&1 DSL, T-Home, VDSLMonday, 15.06.2009, 12:09

United Internet fordert Regulierung der Kabelnetze und VDSL-Netze




United Internet fordert die Bundesnetzagentur in einem Positionspapier dazu auf, die TV-Kabelnetzbetreiber zu regulieren.

Der DSL-Anbieter United Internet befürchtet ein Doppelmonopol bei schnellem Internet. Denn lediglich T-Home mit ihrem Glasfasernetz sowie die Kabelanbieter wie Kabel Deutschland mit ihren TV-Kabelnetz können DSL-Geschwindigkeiten von über 50 MBit/s erreichen. Mit der Forderung nach einer Regulierung bei der Bundesnetzagentur erhofft sich 1und1 laut einem Bericht auf welt.de ein Nutzungsrecht an den High-Speed-Netzen.

United Internet schlägt die Bildung einer Breitbandgesellschaft vor, an der alle DSl-Provider einen Anteil hätten. Diese würden sich dafür im Gegenzug an den Investitionen beim Ausbau des Breitbandnetzes beteiligen. Für das von Berlin vorgegebene Ziel bis 2014 75 Prozent aller deutschen Haushalte mit schnellem Internet über 50 MBit/s  versorgen zu können braucht es die VDSL-Netze und TV-Kabelnetze.

United Internet befürchtet beim schnellen Internet ein Doppelmonopol. Bereits jetzt hat die Telekom beim Nettowachstum an DSL-Neukunden einen Anteil von 86 Prozent. In dem Positionspapier heißt es dazu: „Damit ist das alte Netzmonopol wieder da.“ Das Internet über TV-Kabel wächst nach der Telekom am zweitschnellsten. Um die Vorgaben der Politik erfüllen zu können, müssen nach Ansicht von United Internet deshalb auch die TV-Kabelbetreiber in das Regulierungsmodell aufgenommen werden.

Bisher lehnte die Bundesnetzagentur jedoch eine Regulierung der TV-Netzbetreiber ab, da diese bisher weniger als 10 Prozent des Gesamtmarktanteils an Internet-Anschlüssen halten. Allerdings wachsen diese deutlich schneller als der Markt. Verständlich, bieten sie doch ein meist ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als die klassische DSL-Konkurrenz. T-Home hatte in der Vergangenheit Problem, ihr VDSL-Angebot an den Mann zu bringen. Wer bisher das schnelle VDSL-Netz von T-Home nutzen wollte, musste über das Entertain-Paket auch IPTV dazu buchen. Ab Juli bietet T-Home allerdings auch VDSL ohne das Internet-Fernsehen an.

Am Montag lädt die Bundesnetzagentur neben United Internet auch die Telekom und das Bundeskartellamt ein, um sich die jeweiligen Positionen anzuhören. Auf welt.de rät 1&1-Chef Hoffmann drängt zur Eile: „Die Entscheidung für ein solches Modell kann nicht bis zur Bundestagswahl warten. Wir brauchen bis Mitte des Jahres eine Einigung, um nicht den Anschluss im europäischen Wettbewerb zu verpassen.“ (mst)

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