OECD-Studie: Fünf Millionen Menschen in Deutschland ohne Breitbandanschluss
Deutschland ist im internationalen Vergleich nur Breitband-Mittelmaß. Während mehr als jeder vierte einen schnellen DSL-Anschluss hat, sind etwa fünf Millionen Haushalte ausgesperrt.
Die aktuelle Breitband-Studie von OECD vergleicht 30 Industriestaaten hinsichtlich der Verbreitung ihrer DSL-Zugänge. Deutschland befindet sich hier bestenfalls in besseren Durchschnitt. Immer noch bleiben etwa fünf Millionen Deutschen der Breitband-Anschluss verwehrt. Insgesamt sind nur 27,4 Prozent der Deutschen Nutzer einen Breitbandanschlüssen. In Ländern wie Dänemark, Norwegen, die Niederlande und Korea surfen 35 von hundert Einwohnern über einen breitbandigen DSL-Anschluss. Polen, Türkei, die Slowakei und Mexiko liegen mit weniger als 10 Prozent Breitbandnutzern deutlich unter dem Durchschnitt von 22,6 Prozent.
Auffällig: Die für die Verbindung anfallenden Preise liegen in Deutschland mit rund 48 US-Dollar pro Monat über dem Durchschnitt von 44 US-Dollar pro Monat. Für nur etwa 30 US-Dollar pro Monat surfen Einwohner von Schweden, Griechenland, Japan, Finnland und Großbritannien. Experten rechnen damit, dass Deutschland mittelfristig den Anschluss an die führenden Staaten verliert. Grund dafür sind die in Deutschland sinkenden Investitionen in den Ausbau mit schnellen Glasfaserleitungen während andere Länder immer mehr Geld in den Ausbau stecken. Bleibt abzuwarten, ob die ehrgeizigen Pläne der Bundesregierung, bis 2018 alle deutschen Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen, eingehalten werden können. (mst)
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